Die Symptome der Narkolepsie

Die vier häufigsten Symptome der Narkolepsie sind:

  • übermäßige Tagesschläfrigkeit
  • Kataplexie

  • (plötzlicher Tonusverlust, d.h. Lähmung der Muskeln)
  • Schlafparalyse
    (Schlaflähmung)
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  • und hypnagoge Halluzinationen
    (kurz vor dem Einschlafen oder im Halbschlaf auftretende visuelle oder akkustische Halluzinationen).

In den meisten Fällen erweist sich die übermäßige Tagesschläfrigkeit als das bei weitem lästigste Symptom. Die Symptome der Narkolepsie können sich über mehrere Jahre langsam entwickeln oder ganz plötzlich und ohne Vorankündigung in Erscheinung treten.


Übermäßige Tagesschläfrigkeit

Als erstes Symptom der Narkolepsie tritt in der Regel die übermäßige Tagesschläfrigkeit auf. Narkoleptiker berichten häufig, daß sie leicht müde werden oder sich immerzu schläfrig fühlen. Während bei Gesunden nach dem Essen oder beim Lesen normale Müdigkeitserscheinungen auftreten können, werden Narkoleptiker von einem Schlafdrang überfallen, dem sie nicht widerstehen können. Solche Schlafattacken stellen sich überdies auch in Situationen ein, in denen Gesunde normalerweise ohne Anstrenung wach bleiben, z.B. beim Schreiben eins Briefes oder beim Auto fahren. Da Narkoleptiker zu gänzlich unpassenden Zeiten einschlafen, unterliegen sie - z.B. im Straßenverkehr - einer erhöhten Unfall- und Verletzungsgefahr.


Kataplexie

Kataplexien sind Attacken von affektivem Tonusverlust. Das Symptom kann zu Beginn der Krankheit auftreten, macht sich aber häufiger erst Monate oder Jahre nach Eintritt der Tagesschläfrigkeit bemerkbar. Die Ausdrucksformen der Kataplexie reichen von milden und kurzen Schwächegefühlen in den Knien bis zum totalen Kollaps, der die Betroffenen plötzlich zu Fall bringt. Die Patienten sind während eines solchen Sturzes bei vollem Bewußtsein und erleben das Ereignis mit. Kataplexien werden in der Regel durch Gemütsbewegungen - wie Lachen, Ärger oder Verwunderung - ausgelöst. In manchen Fällen werden die Attacken durch die bloße Erinnerung an bewegende bzw. beunruhigende Geschehnisse nachträglich oder in Erwartung bestimmter gemütserregender Ereignisse im voraus verursacht.


Schlafparalyse

Bei der Schlafparalyse (Schlaflähmung) tritt eine plötzliche Lähmumg der Körpermuskulatur beim Schlafbeginn oder beim Aufwachen ein. Die Betroffenen nehmen zwar ihre Umgebung wahr, können sich aber nicht bewegen. Im Gegensatz zu Kataplexien kann die Schlafparalyse durch körperliche Berührung unterbrochen werden.


Hypnagoge Halluzinationen

Hypnagoge Halluzinationen sind lebhafte, traumähnliche Bilder und Vorstellungen, die im Zustand der Schläfrigkeit wahrgenommen werden. Zu den beunruhigenden Bildern und Geräuschen tritt manchmal die Vorstellung, jemand sei im Raum. Diese Traumvorstellungen lösen oft Angst aus, da die Betroffenen halb wach, aber bewegungsunfähig sind. Manchmal werden die Halluzinationen irrtümlicherweise mit den Wahnvorstellungen bei psychischen Erkrankungen verwechselt, so daß zusätzliche Ängste entstehen.


Automatisiertes Verhalten

Beim automatischen Handeln werden auch dann noch Tätigkeiten motorisch ausgeführt, wenn das Bewußtsein eingeschränkt ist und somit die Handlungen nicht bewußt gesteuert werden können. Manchmal schlafen Narkoleptiker inmitten einer Handlung ein und führen diese im Schlaf fort. Nach dem Aufwachen haben sie kein Erinnerungsvermögen an die Geschehnisse.

Automatisches Handeln ist in Situationen gefährlich, in denen erhöhte Unfall und Verletzungsgefahr besteht, wie z. B. beim Kochen oder beim Autofahren.


Störung des Nachtschlafs

Störung des Nachtschlafs ist ein bei Narkolepsie häufig auftretendes Symptom. Während die Betroffenen am Tage ungewollt einschlafen, werden sie in der Nacht wiederholt wach. Durch das häufige nächtliche Erwachen verstärkt sich wiederum die Tagesschläfrigkeit. Weitere Symptome, von denen Narkoleptiker berichten, sind Sehstörungen - wie z. B. Doppeltsehen -, Konzentrationsstörungen und Gedächtnisverlust.

Einige Narkoleptiker klagen zudem über Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Schnarchen, sexuelle Probleme und Gewichtszunahme, die allerdings nicht als eigentliche Symptome der Narkolepsie gelten. Auch im Bereich sozialer Beziehungen und gesellschaftlicher Anforderungen ergeben sich Probleme. So werden narkoleptische Kinder oftmals mitten im Spiel mit Freunden oder bei den Hausaufgaben von Schlafattacken überfallen, während Erwachsene aufgrund der Einschränkungen häufig nicht in der Lage sind, ihre familiären oder beruflichen Pflichten zu erfüllen.

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Der Inhalt dieser Seite wurde mir freundlicherweise von Herrn PD Dr. Thomas Penzel - Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) -

Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin

zur Verfügung gestellt. Es handelt sich hierbei um einen Auszug aus dem "Ratgeber für Patienten".

Den vollständigen Ratgeber findet Ihr hier:

Ratgeber - Schlafstörungen und ihre Behandlungsmethoden


aktualisiert am: 17.04.2004